Banken und Geld

Um hier auch wieder einmal was reinzuschreiben: Ein sehr aufschlussreiches Video darüber, wie Geld funktioniert. Und wem das zu unseriös gemacht erscheint, kann das Ganze ja noch einmal bei einem vertrauenswürdigen Qualitätsmedium gegenlesen – Als das Geld vom Himmel fiel, Die Zeit (übrigens zwei Jahre nach dem Video).

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Blogparade: Wahljahr 2010

Das Blöde am Blick über den Tellerrand ist, dass er meist auf Dinge fällt, für deren Einschätzung die nötige Qualifikation fehlt, weil sie sich auf den Teller beschränkt. Das Gute am Internet ist, dass man trotzdem seine Meinung hineinschreiben kann, damit der Falter eine Geschäftsgrundlage hat. Daher hat der Philosoph unter den österreichischen PolitbloggerInnen, Thomas Knapp, zur Stellungnahme aufgefordert zur Frage: Was ist vom Wahljahr 2010 zu erwarten? Ich beschränke meinen Antwortversuch auf die Bundespräsidentenwahl und die Landtagswahlen im Burgenland, in der Steiermark und in Wien. Es folgen: haltlose Spekulationen.

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Baum der Seelen 2.0

Ross Douthat hält den Film Avatar in der New York Times für eine Apologie des Pantheismus. Tatsächlich scheint das auf den ersten Blick einleuchtend: Natur ist allgegenwärtig, im Leben und Denken des außerirdischen Volks der Na’vi spielt sie eine übergeordnete Rolle. Auch der Held lernt sie schließlich schätzen und wird bekehrt; wer sich ihr entgegenstellt, wird letztlich vernichtet. Vielleicht aber ist die These vom Pantheismus auch nur ein grundlegendes Missverständnis. Genau genommen spielt im Film Religion gar keine und Natur nur eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich ist Avatar eher eine weitgehend areligiöse Metapher auf die zeitgenössische Mediengesellschaft.

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Eberau – Anatomie einer Schweinerei

Saualm und Eberau sind die beiden geographischen Ortsangaben, die exemplarisch für die Asylpolitik der Republik stehen – überfallsartig errichtete “Lager”, möglichst entlegen im Gebirge oder im südburgenländischen Grenzland. Denn Verdrängung ist das oberste Prinzip: Das Asylwesen wird von der Abschiebung her gedacht, der Asylwerber in der öffentlichen Wahrnehmung ausschließlich als (potenziell) krimineller Fremdkörper empfunden, der möglichst auszuscheiden ist. So pathologisch ist das Verhältnis, dass sich die Debatte ausgerechnet um Orte konzentriert, die jeweils die Bezeichnung eines bekanntlich unreinen Tiers von zweifelhaftem Ruf im Namen tragen.

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Angst essen Abendland auf

Das schweizer Minarettverbot ist undemokratisch, gleichheitswidrig und überhaupt rechtsstaatlich hoch problematisch. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer vielleicht: Es ist außerdem eine vollkommen sinnfreie, rein symbolpolitische Maßnahme, die eindrucksvoll aufzeigt, wie anfällig eine Demokratie für die Manipulation durch Emotionen sein kann. Eines nach dem anderen:

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Zersplittert die Parteien

Martin Schimak hat unlängst unter dem Titel “Zersplittert die Parteienlandschaft” über die österreichische Parteiendemokratie in einer stetig komplexer werdenden Welt nachgedacht. Diagnose: Mehrheiten in der Bevölkerung fließen nicht ausreichend in die politische Willensbildung ein. Die Parteien betreiben Mikadopolitik und sind kaum zur sachlichen Problemlösung fähig. Therapie: Alles unterstützen, was Bewegung ins politische System bringt. Richtig – trotzdem sind nicht alle Mittel gleich sinnvoll: Gerade die sogenannte Vier-Prozent-Hürde halte ich nicht wirklich für einen gravierenden Systemmangel. Nicht die Zusammensetzung der Parteienlandschaft ist mangelhaft, sondern schon die der Parteien selbst:

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Angesagte Revolutionen

Finden nicht statt, wie es so schön heißt. So schön, dass offenbar sowohl der Standard (mit langem Gesicht) als auch die Presse (mit diebischer Freude) unbedingt dieses Resümee aus der gestrigen 63. Landesversammlung der Grünen Wien ziehen wollen. Dem liegt allerdings ein hartnäckiges Missverständnis der Initiative Grüne Vorwahlen zu Grunde: angesagt war gar nix, schon gar keine Revolution.

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Bildung und Ausbildung

Nach den Anmerkungen zum basisdemokratischen Prozedere der Bewegung Audimax letztens jetzt ein paar lose Gedanken zu den Inhalten. Das zentrale Anliegen der Bewegung, so wie es sich die letzten Tage herauskristallisiert hat, äußert sich im Schlagwort “Bildung statt Ausbildung”. Es lohnt sich also, zu überlegen, wie man die beiden Begriffe von einander abgrenzen kann und was das für die Universitäten bedeutet – Stichworte Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen.

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Jon Stewart pwns Glenn Beck

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
The 11/3 Project
www.thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political Humor Health Care Crisis

Jon Stewart parodiert den Rechtsaußendemagogen Glenn Beck. Harhar!

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Die grausliche Demokratie

Unter der Überschrift “Die Krux mit der Basisdemokratie” findet sich in der Presse vom 28.10. ein aufschlussreiches Zeugnis politischen Selbstverständnisses: Die Forderungen der Studierenden, so der Tenor, wären ja immerhin nachvollziehbar. Unerträglich jedoch, wie sich die Besetzer durch ihre basisdemokratischen Anwandlungen selbst lähmten – als Verhandlungspartner leider nicht ernstzunehmen.

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