Eine überaus spannende Analyse der Wikileaks-Problematik hat mich zum Nachdenken gebracht – hier nachzulesen.
Clay Shirky liefert eine meiner Meinung nach treffende Analyse der Wikileaks-Problematik unter dem Titel “Wikileaks and the Long Haul”. Seine Ausgangsthesen: Mehr Transparenz staatlichen Handelns sei im Sinne einer demokratischen Öffentlichkeit wünschenswert. Totale Transparenz aber sei gefährlich, weil sie staatliches Handeln im Extremfall unmöglich machen könnte – Verhandlungsprozesse und Entscheidungsfindungen wären ohne die Unterscheidung von vertraulicher und offizieller Kommunikation nicht möglich. Kurzfristig sei Wikileaks daher voll zu unterstützen, weil es Transparenz fördere. Langfristig aber sei ein System von checks and balances zu entwickeln, um den Gefahren der totalen Transparenz beizukommen. Bottom line:



Virtuelles Traumtagebuch I
Liebes Internettagebuch,
heute habe ich geträumt:
Ich war in einem modernen, hell erleuchteten, seelisch bekömmlich betopfpflanzten working space, den ich mit mindestens vier Kolleginnen teilte, deren außerordentliche Attraktivität mir nicht entging. Gegenstand des juristischen Vortrags, den wir gebannt verfolgten, war der Kostenersatz für Aufwendungen auf die Erneuerung der Malschicht von an der Hausfassade außen angebrachten Holzpanelen durch die Wohnungseigentümergemeinschaft, der unter bestimmten Umständen von der Stadt Wien im Umfang von bis zu hundert Prozent gefördert wurde. Keine triviale Angelegenheit, denn wie sich eindeutig aus der Außenwandholzlackkostenersatzverordnung der Bundesregierung ergab, war es dem Gesetzgeber ein besonderes Anliegen, nur biologisch abbaubare Außenwandholzlacke zu fördern.
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